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Der Rest des 2. Jahrtausdends

Neue Traditionen entstehen

Das Jahre 1980 ging mit neuen Höhepunkten weiter. Der Chor richtete den Sängertag des Sängerkreises Burgdorf aus und beteiligte sich mit Liedbeiträgen bei der Erstellung einer Schallplatte der Chöre aus der damaligen Gemeinde Sehnde.

Wieder einmal wechselten die Dirigenten, Heinrich Rimbach dirigierte letztmalig zum Weihnachtsgottesdienst den Chor.

Nachfolger wurde Herbert Sander, der schon Chorleiter des Volkschores Sehnde war. Hiermit geschah ein großer Einschnitt in das Vereinsleben, die Übungsstunden wurden auf den Donnerstag verlegt.

Dies passte den Sängern zuerst nicht, da der Freitag doch der Abschluss der Woche war und somit mehr Zeit für Geselligkeit bot.

Herr Sander trat aber nach Ende der Probezeit aus Zeitgründen von seinem Amt zurück. Der Chor ging ratlos in die Sommerpause.

Aber nach einigen Bemühungen des Chores konnte Jürgen Althaus im August 1981 als neuer Dirigent gewonnen werden und der Chorbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.

Das Vereinsleben ging wieder weiter und in der Zeit vom 01. - 03.10.1980 konnte die erste mehrtägige Vereinsfahrt durchgeführt werden. Diese Tradition ist bis heute geblieben. Es sind bis jetzt 34 mehrtägige Vereinsfahrten durchgeführt worden.

Alles ist im Fluss

Der Vereinswagen des MGV Rethmar
Der Vereinswagen des MGV Rethmar

Die Jahre gingen mit vielen Veranstaltungen des Chores weiter. Aber es gab auch einige traurige Ereignisse: am 19.11.1982 musste man den Ehrenchorleiter Heinrich Rimbach zu Grabe tragen, am 26.04.1984 nahm eine Abordnung des Chores an der Beerdigung von Herrn Fritz Voigtländer teil. Herr Voigtländer war kein Mitglied des Chores, er hatte sich aber als Gönner und Förderer des Vereins verdient gemacht.

Im Jahr 1986 wurde aus einem abgebrannten Wohnwagen der noch bestehende Vereinswagen hergerichtet. Einige Sänger fanden sich zusammen und rüsteten den Wagen auf, so dass er für die Veranstaltungen des Chores wie z.B. Vatertagstour oder als Treffpunkt der Sänger bei Veranstaltungen im Dorf genutzt werden konnte. Wenn der Wagen sprechen könnte, würde er bestimmt manche amüsante Geschichte erzählen. Unser besonderer Dank gilt hier unserem verstorbenen Sangesbruder Karl Heuer. Unter seiner Federführung wurde der Wagen auf seinem Hof aufgerüstet.

Die Gastwirtschaft "Zum Großen Freien" mit dem Gastwirtsehepaar Hannelore und Manfred Schönrock
Die Gastwirtschaft "Zum Großen Freien" mit dem Gastwirtsehepaar Hannelore und Manfred Schönrock

Die Jahre reihten sich aneinander, es gab viele Auftritte bei Ständchen, Konzerten und anderen Veranstaltungen. Viele Übungsstunden mussten durchgeführt werden, damit der Chor immer mit guten Leistungen auftreten konnte. Auch das gesellschaftliche Leben im Chor wurde gepflegt und bei Veranstaltungen, wie z.B. Tanz in den Mai, Dorfpokalturnier, Teilnahme bei den Schützenfesten, eigene Sommerfeste und natürlich nicht zu vergessen die mehrtägigen Vereinsfahrten gefestigt. Hier ist anzumerken, dass bei allen Veranstaltungen natürlich unsere Frauen und die Witwen mit einbezogen wurden.

Im November 1987 übernahm Günther Crohn das Amt des zweiten Vorsitzenden, der vorherige 2. Vorsitzende Herbert Osterwald war kurz vorher verstorben.

Wieder einmal wurde das Vereinslokal gewechselt. Das neue Vereinslokal, das Gasthaus „Zum Großen Freien“, unter der Leitung von Hannelore und Manfred Schönrock, wurde nun der neue Treffpunkt des Chores.

Nachdem der Chor wieder ein zuhause hatte, traf im August 1990 ein schwerer Schicksalsschlag den Verein.

Am 27.08.1990 verstarb plötzlich und unerwartet während eines Urlaubsaufenthaltes der Vorsitzende des MGV, Otto Bendix. Er war über 40 Jahre aktiver Sänger im 1. Bass. Darüber hinaus hatte er mehr als 25 Jahre die Geschicke des Vereines gelenkt und geprägt. Um die Geschäftsfähigkeit aufrecht erhalten zu können, übertrug man dem damaligen 2. Vorsitzenden, Günther Crohn, den Vorsitz bis zur Hauptversammlung November.

Bei der Hauptversammlung wurde Günther Crohn zum Vorsitzenden und Walter Oppermann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Gleichzeitig teilte der damalige Dirigent Jürgen Althaus mit, dass er aus zeitlichen Gründen nach zehn Jahren Tätigkeit sein Amt niederlegen muss. Er bat den Chor sich um einen Ersatz zu kümmern, solange würde er dem Chor noch zur Verfügung stehen.

Zum 01.04.1991 übernahm Hans Maaßen aus Lehrte das Amt des Chorleiters.

Die Jahre gingen mit Auftritten bei anderen Chören, bei Konzerten und bei gemeinsamen Unternehmungen des Chores weiter.

Von Rudolf May gestiftete Glasvitrine des MGV Rethmar
Die von Rudolf May gestiftete Glasvitrine des MGV Rethmar

Um die Vereinsfahne und diverse Pokale angemessen unterzubringen wurde beschlossen, einen Schrank anfertigen zu lassen. Der Sangesbruder Rudolf May überraschte die Sänger zum Jahresende mit einem selbst gezimmerten Glasschrank.

Leider verlor der Chor wieder einmal einen Chorleiter. Am 19.06.1993 verstarb überraschend Hans Maaßen.

Wieder begann die Suche nach einem neuen Chorleiter. Jürgen Stillahn vom befreundeten Chor aus Wirringen verwies uns an Wilhelm Beiker. Nach einigen Gesprächen konnten wir Wilhelm Beiker für uns gewinnen und somit konnte der Chorbetrieb weiter gehen.

Die Jahre vergingen und der Chor war im musikalischen Bereich sehr aktiv. Auftritte bei Konzerten, Ständchen oder Anlässen in der Gemeinde häuften sich. Teilnahme bei Veranstaltungen, wie Tag des Liedes und Weihnachtssingen im Ehrenhof des Schlosses wurden zu festen Terminen im Chor. Was aber auch nicht vergessen werden darf, sind die gemeinsamen Unternehmungen mit unseren Frauen wie z. B. Vereinsfahrten, Sommerfest, Pufferessen und Theaterbesuche.

In der Vorstandsebene des Chores tat sich ebenfalls einiges. Vorstandsmitglieder gingen, Neue kamen dazu. Das Vereinsleben war also immer in Bewegung, und neue Mitglieder brachten auch neue Ideen.

Das Jahr 1999 ging zu Ende und ein Thema bei der Mitgliederversammlung war das Jubiläum „125 Jahre Männergesangverein“ im Jahr 2004. Da die Freiwillige Feuerwehr in Rethmar gleichzeitig Jubiläum hatte, wurde angeregt, ein gemeinsames Fest zu veranstalten. Die Vorstände beider Organisationen setzten sich zusammen und beschlossen, das Jubiläum gemeinsam zu begehen. Nach der Beschlussfassung konnte die Planung beginnen. Aber die musikalischen Auftritte gingen auch weiter.